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Zwei Nobelpreisträger als Schirmherren für Albert Einstein Discovery Center in Ulm

Hochkarätige Gäste diskutierten im Stadthaus Ulm über die Chancen und das Potential eines Albert Einstein Discovery Centers. Die beiden Nobelpreisträger Prof. Bert Sakmann und Prof. Wolfgang Ketterle gaben ihre Schirmherrschaft für das Projekt bekannt.


Ulm, 14. März 2018. Im Rahmen der Veranstaltung „The Next Big Thing“ im Stadthaus Ulm gaben Prof. Bert Sakmann, Nobelpreisträger der Medizin, sowie Prof. Wolfgang Ketterle, Nobelpreisträger der Physik, ihre Schirmherrschaft für den Bau des Albert Einstein Discovery Centers in Ulm bekannt. Neben Prof. Bert Sakmann diskutierten die Kulturbürgermeisterin der Stadt Ulm, Iris Mann, Architektin Prof. Christine Kappei und Prof. Joachim Ankerhold, Vize-Präsident der Uni Ulm und zweiter Vorsitzender des Vereins, über das Vorhaben.

Zu der Veranstaltung hatte der Verein der Freunde eines Albert Einstein Museums in Ulm e.V. eingeladen. Engagierte Bürgerinnen und Bürger aus Ulm und Umgebung hatten den Verein, der heute mehr als 250 Mitglieder hat, vor eineinhalb Jahren gegründet. Das ambitionierte Ziel: Im Herzen Ulms soll unter dem Titel Albert Einstein Discovery Center eine öffentliche Einrichtung entstehen, in der in enger Kooperation mit der Universität die Person Albert Einstein sowie seine Wissenschaft einer großen Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen.

Eröffnet wurde der Abend von Prof. Hanoch Gutfreund, Physiker, ehemaliger Präsident der Hebrew University of Jerusalem und akademischer Direktor des Einstein Archivs in Jerusalem. In seinem Vortrag zeichnete Gutfreund das Werk Einsteins nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht, sondern stellte auch den Humanisten und Pazifisten Einstein vor.

Per Videobotschaft begrüßte Wolfgang Ketterle, Professor am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, USA, das Publikum und verkündete seine Schirmherrschaft für das Projekt. Das Discovery Center „kann ein Aktivitätszentrum für Kinder werden, um sie für die Wissenschaft zu begeistern, es kann aber auch die Stadt Ulm als modernen Wissenschafts und Technologiestandort präsentieren“, betonte Ketterle. Als zweite Überraschung des Abends gab auch Bert Sakmann, Professor am Max Planck Institut für Neurobiologie und an der TU München, seine Schirmherrschaft bekannt. „Wir freuen uns sehr, dass wir so hochkarätige Wissenschaftler als Schirmherren für das Albert Einstein Discovery Center gewinnen konnten“, sagte Dr. Nancy Hecker-Denschlag, erste Vorsitzende des Vereins. „Damit unterstreichen wir zusätzlich die fundierte Grundlage des Projekts.“

Unter der Moderation von ntv-Moderator Marcel Wagner wurde das Projekt von Experten aus unterschiedlichen Bereichen diskutiert. Iris Mann beleuchtete das Vorhaben aus städtischer Sicht. Prof. Christine Kappei ist Expertin für Baukostenplanung und Projektmanagement für Museen. Sie war unter anderem Projektleiterin des Mercedes-Benz-Museums in Stuttgart und weiß damit genau, wovon sie spricht, wenn es um die Finanzierung und die Projektorganisation zur Planung des Discovery Centers geht. Für Prof. Joachim Ankerhold, Physiker und Vizepräsident der Universität, ist das Ganze auch eine Brücke zwischen Wissenschaft und Alltag:
„Ich sehe das Projekt als Vorhaben, das Universität und Stadtgesellschaft noch enger zusammenschweißen wird.“ Auch deshalb habe er gern den zweiten Vorsitz des Vereins übernommen.

Der Titel der Veranstaltung spielt auf frühere Projekte der Stadt an, die unter großem Bürgerengagement umgesetzt wurden. Dazu gehören der Bau des Ulmer Münsters (1377) und die Gründung der Universität (1967). Wird das Albert Einstein Discovery Center The Next Big Thing in Ulm?

 

Pressekontakt:
Evangelia Karagiannakis
E-Mail: presse@AEMuseum-Ulm.de

 

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Welchen Platz hat Albert Einstein in unserer Stadt oder was ist den Ulmern Einstein wert?

 

Ulm, 29. Juni 2017. Die Stadt Ulm gedenkt Albert Einstein immer wieder in verschiedener und vielfältiger Art und Weise. Allerdings fehlt Ulm als Geburtsstadt Einsteins bisher eine öffentliche Einrichtung, die den bekanntesten Physiker aller Zeiten und berühmtesten Sohn der Stadt angemessen würdigt.

Dies will der "Verein der Freunde eines Albert-Einstein-Museums in Ulm e.V." ändern. Gegründet wurde der Verein im September 2016 von Bürgerinnen und Bürgern aus Ulm und Umgebung. Neben Frau Dr. Nancy Hecker-Denschlag als erste Vorsitzende ist Prof. Dr. Joachim Ankerhold von der Universität als zweiter Vorsitzender mit im Vorstand. Der Verein, hat es sich zum Ziel gesetzt, eine öffentliche Einrichtung zu schaffen, die Einsteins Bedeutung für Wissenschaft und Technik im Alltag für Bürgerinnen und Bürger in Form einer Erlebniswelt erfahrbar macht.

Das Vorhaben mit dem Arbeitstitel "Albert Einstein Museum mit Science Center" sieht eine Einrichtung vor, die eine umfassende, moderne, interaktive und multimediale Gesamtschau präsentiert zu Leben und Werk Albert Einsteins in Verbindung mit der Geschichte Ulms, Einsteins Theorien in aktueller Technik und die Umsetzung technischer Phänomene in Experimentierstationen im Science Center.

Ein Anfang ist gemacht mit einem Konzept, das von Ausstellungs- und Science Center-Agenturen für einzigartig befunden wird. Das dreiteilige Konzept nimmt bewusst verschiedene Interessen der Besucher in den Blick: Den historisch interessierten Besucher, der sich vorrangig für das Leben und Werk Albert Einsteins und die Einordnung in einen historischen und politischen Kontext der Zeit interessiert. Den technisch interessierten Besucher, der sich für die Bedeutung von Einsteins Theorien im Alltag begeistert und den an Experimenten interessierten Besucher, der durch selbstständiges und spielerisches Experimentieren technische und physikalische Phänomene erleben möchte. Genau dieser Ansatz, der Albert Einstein in den Mittelpunkt rückt und ein holistisches Verständnis auf Person, Werk und Aktualität durch verschiedene Zugänge bietet, ist ein Novum. Sonderausstellungen und Wanderausstellungen zu Theorien und Erkenntnissen in aktueller Lehre und Forschung sollen die Dauerausstellung ergänzen. Vorgesehen sind Workshops, Vortragsreihen und Symposien und weitere Angebote. Mit dem 3-in-1 Konzept wäre die Einrichtung nicht nur in Deutschland, sondern weltweit einzigartig. Darüber hinaus wäre das Albert-Einstein-Museum mit Science Center das erste Museum weltweit, das Quantenphysik und Relativitätstheorie als Hauptschwerpunkt einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht.

Ziel ist es, dem Besucher eine Erlebniswelt zu eröffnen, die fasziniert, begeistert und Technik und Wissenschaft erlebbar und be-greifbar macht. Der Besucher soll motiviert werden Gesehenes und Gehörtes und die Erfahrung physikalische Phänomene und Ergebnisse zu hinterfragen, weiterzu-entwickeln und in den Kontext des Alltags zu stellen.

Als außerschulischer Lernort soll Schülern und Schülerinnen ein unbefangener Zugang zu Forschung und Technik ermöglicht werden. Das Angebot soll Neugierde für physikalische Prozesse und Zusammenhänge wecken und zur Nachwuchsförderung in den MINT-Fächern beitragen.
Durch die Kooperation mit der Universität Ulm und den quantenphysikalischen Instituten und weiterer Forschungseinrichtungen hat der Verein starke Partner, die Aktualität und ein hohes Niveau der Themen garantieren und deren Umsetzung begleiten.
Verein der Freunde eines Albert-Einstein-Museums in Ulm e.V.

Der Verein sieht sein Projekt als Investition in die Stadt und in die Zukunft unserer Kinder und unserer Gesellschaft. Ulm als innovative Wissenschaftsstadt würde an zusätzlicher Attraktivität und Strahlkraft über die Region hinaus gewinnen nach dem Motto: Ulm kennen viele, Albert Einstein kennt jeder. Als touristischer Anziehungspunkt wäre die Einrichtung für die Stadt ein Wirtschaftsfaktor mit Wachstums-perspektiven. Einzelhandel und Gastronomie würden zusätzlich von Besuchern der Einrichtung profitieren.

Diskutiert wird derzeit die Standortfrage: Welcher Ort wäre der geeignetste für so ein Vorhaben?
Mögliche Standorte müssen sich einer Bewertung verschiedener Standortkriterien unterziehen. Ein Hauptkriterium ist eine gute Erreichbarkeit für Besucher und Besucherinnen und das Umfeld des Standortes. Gibt es dort Geschäfte, Restaurants, Einkaufszentren? Dies bedingt eine zentrale Lage in der Stadt. Aktuell arbeitet der Verein an einem tragfähigen Finanzierungskonzept. Mit Rücksicht auf die Beteiligten, so heißt es, können zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Details genannt werden.

Inzwischen hat der Verein über 100 Mitglieder, Tendenz steigend. Der Verein ist sich der Tatsache bewusst, dass die Umsetzung des Projektes manche Hürden birgt und sich der einsteinschen Erkenntnis verschrieben: "Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vorn herein ausgeschlossen erschien."


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